
Kastilien-León ist die größte Region Spaniens: eine von Bergen umgebene Hochebene. Die Bergwipfel erreichen eine Höhe zwischen 500 und 1000 Metern. Der Fluss Duero fließt durch die Hochebene in Richtung Portugal. Kastilien-León spielten im Mittelalter eine zentrale Rolle in der Geschichte Spaniens. Die Grundlagen des modernen Spaniens wurden im Königreich Kastilien gelegt. Darum ist dies auch ein Land von Festungen – der „castillos“, denen es seinen Namen verdankt. Die Bedeutung, die diese Region in jenem Zeitalter besaß, ist noch heute in den zahlreichen Kathedralen, Klöstern, Burgen und befestigten Städten erkennbar, von denen viele unversehrt erhalten sind. Neben seinem monumentalen Kulturerbe bietet Kastilien-León Naturparks und ausgedehnte unberührte Landschaften, durchzogen von Wäldern und Feldern.
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Landschaft von Kastilien-León
Die Böden Kastiliens sind zwar fruchtbar, doch begünstigen die Extreme von Land und Klima keine Besiedelung, sodass das riesige Zentralplateau, die zwischen 700 und 1000 m hohe Meseta, fast nur für die Landwirtschaft genutzt wird. In einigen Gebieten blickt man bis zur glatten, unterbrechungsfreien Linie des Horizonts.
Große Städte in Kastilien-León
Salamanca ist eine Stadt von herausragender Schönheit, mit einem reichen Kulturerbe und einer der ältesten Universitäten Europas. Die imposante Stadt Burgos ist eines der schönsten Beispiele für die gotische Architektur spanischer Kathedralen. Auch in León steht eine großartiger gotischer Kirchenbau, die Kirche von San Isidoro mit ihren wertvollen romanischen Fresken in der Krypta und dem aus der Renaissance stammenden San Marcos Kloster.
Sehenswürdigkeiten in Kastilien-León
Neben den großen Städten sollten Sie unbedingt einige der kleineren Städte besuchen wie Ciudad Rodrigo, El Burgo de Osma oder das Dörfchen Covarrubias. In jeder von ihnen werden Sie von der Vielzahl von Villen und Kirchen beeindruckt sein, die von den Aspirationen der Vergangenheit zeugen. Die beeindruckendsten Burgen befinden sich in Coca, Gormaz und Berlanga de Duero. Ein weiteres architektonisches Merkmal der Region sind die zahlreichen romanischen Kirchen, die dem die Region durchquerendenn Jakobsweg zu verdanken sind, der alten Pilgerroute zum Schrein des hl. Jakob in Santiago de Compostela.
Sport in Kastilien-León
Wandern, Klettern, Trekken und die Reise auf dem Jakobsweg (Camino de Santiago) sowie jede Art von Wassersport auf den Flüssen Kastiliens zählen zu beliebten Aktivitäten: Kajak und Kanu fahren auf den „Hoces“ des Flusses Duratón. In Kastilien-León ist es einfach, mit der Natur auf Tuchfühlung zu bleiben.
Gastronomie in Kastilien-León
Die kastilische Küche verwendet in erster Linie die traditionellen Erzegnisse der Meseta. Fast überall erhält man vorzügliche Fleischgerichte wie Cochinillo (Spanferkel), Lechazo oder Cordero asado (Lamm) sowie die dicken Suppen, die meist mit Kichererbsen oder weißen Bohnen zubereitet werden. Süßwasserfisch – vor allem Forelle – ist sehr beliebt, und die Provinz Salamanca ist für ihre Wildgerichte, Schinken und Würste bekannt. Das knusprige Weißbrot ist in dieser Region besonders gut. Auch der Wein aus Kastilien ist vorzüglich: Bekannt sind ist der Rioja-Wein und der Wein von Ribera del Duero.
Klima in Kastilien-León
Die Höhenlage und umgebenden Gebirge definieren das kontinentale Klima der Region. Die Winter sind lang und kalt, die Sommer heiß und kurz. Der Niederschlag auf den mittleren Ebenen schwankt zwischen 600 mm und 400 mm. Auf den Bergen über 2000 m liegt oft ständig Schnee.