
Die Provinz Almería erstreckt sich im Südosten Spaniens entlang der Mittelmeerküste. Bis vor kurzem war die Costa de Almería weniger gut zugänglich als andere Reiseziele in Spanien. Dies hat sicher dazu beigetragen, dass die Küste von Massentourismus verschont geblieben und nach wie vor ein unverdorbenes, friedvolles Fleckchen Erde ist. Tartesser, Phönizier, Karthager, Römer, Westgoten und schließlich die Araber ließen sich aufgrund der Schönheit und günstigen Lage an diesem Küstenabschnitt nieder. Wichtige Funde in der Provinz haben Archäologen geholfen, alte Kulturen zu entdecken und zu erforschen.
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Landschaft der Costa de Almería
Reist man von der Costa de Almería ins Landesinnere, stößt man auf die einzige Wüste Europas, die mit ihren Sandsteinsäulen und ausgetrockneten Flussbetten fast einer Mondlandschaft gleicht. Die Landschaft Almerías wird – wie ein Großteil Südspaniens – von Bergketten beherrscht, die einst unter dem Meeresspiegel lagen. Später durchzogen Flüsse die Landschaft und kreierten das atemberaubende Antlitz, wie wir es heute hier erleben. Im Osten ist die Küste nach wie vor weitgehend unverdorben, die Strände sind malerisch. Trotz der sehr trockenen Böden hat die Provinz eine florierende Landwirtschaft mit Kunststofftunneln aufgebaut, unter denen Gemüse, Obst und Blumen gedeihen und in andere europäische Länder exportiert werden.
Große Städte an der Costa de Almería
Es macht Spaß, durch die interessante mittelalterliche Altstadt Almerías zu bummeln, in der stille, hübsche Plätze, Bögen und Kolonnaden den Blick auf sich ziehen. Das archäologische Museum ist faszinierend, und die einzigartigen Höhlenwohnungen in den Hügeln über dem alten Zigeunerviertel lohnen einen Besuch. Almería zählt zu den Städten Andalusiens mit dem am besten erhaltenen Kulturerbe: der aus dem 10. Jahrhundert stammenden arabischen Festung Alcazaba. Auch die Kathedrale ist schwer befestigt – nicht ohne Grund: Sie wurde im 16. Jahrhundert erreichtet, als Piraten die Region unsicher machten.
Weitere interessante Städte sind Mojácar, Roquetas und Carboneras.
Sehenswürdigkeiten an der Costa de Almería
Als südöstlichster Zipfel Spaniens ragt die „Cabo de Gata“ genannte Halbinsel ins Mittelmeer hinein. Dieser größte, an der Küste gelegene Naturpark Andalusiens erfreut sich vor allem bei Naturfreunden und Rucksacktouristen großer Beliebtheit. Daran grenzen die vulkanischen Gebirge und Sanddünen, ansprechenden Strände und verborgenen Buchten des Küstenstrichs Sierra de Cabo de Gata. Trotz der desolaten Mondlandschaft kommen Wanderer, Vogelbeobachter und Taucher hierher, da viele Buchten nur zu Fuß erreichbar sind. Das ganze Jahr über ist die Region von intensivem, fast durchscheinendem Sonnenlicht durchflutet. Diese Tatsache und die merkwürdige Landschaft machen Almería zu einem der beliebtesten Drehorte in Europa.
Sport an der Costa de Almería
Angeln, Segeln, Unterwasserfotografie, Schwimmen und Windsurfen sind nur einige der Aktivitäten rund ums Wasser, zu denen das Cabo de Gata einlädt. Weiter im Landesinneren finden vor allem Mountainbike- und Geländewagenfahrer alles, was das Herz begehrt.
Gastronomie an der Costa de Almería
Das Meer ist stets präsent. Köstliche Fische aus dem Mittelmeer sind daher die Hauptzutat für frittierte und gegrillte Gerichte sowie Aufläufe. Die Küche dieser Region verwendet zwei Hauptzutaten, die auch im übrigen Andalusien sehr beliebt sind – Olivenöl und Gewürze. Einige Gerichte wie marinierte Sardinen, Muscheln, Garnelen, Meeresfrüchtesuppe, Paprika, Eintöpfe und Haferschleim zeugen von der bewegten Geschichte der Region.
Klima an der Costa de Almería
Dies ist die wärmste und sonnigste Region auf dem europäischen Festland. Die Sonne scheint über 3000 Stunden im Jahr. Das Klima ist warm und trocken, und es fallen jährlich weniger als 200 mm Niederschlag. Die Temperaturen liegen auch im Winter nicht unter durchschnittliche 13ºC und übersteigen im Sommer selten 25ºC.