
Molise ist zweifellos die unbekannteste Region Italiens! Molise ist auch die jüngste Region Italiens, denn sie wurde erst 1964 selbständig, nachdem sie vorher zur Nachbarregion Abruzzen gehört hatte.
Molise ist auch eine der ärmsten und am wenigsten entwickelten Gegenden Italiens, in der die Sitten und Gebräuche noch wie vor mehreren hundert Jahren fortbestehen. In Molise hat man wirklich das Gefühl, dass zwei Jahrhunderte aufeinander stoßen, wenn man einerseits schwarz gekleidete Omas sieht und andrerseits junge Mädchen in bunter Benetton-Kluft mitsamt Handy. Man findet hier unterentwickelte Dörfer, die vom Fortschritt offenbar übersehen wurden, und asymmetrisch hochentwickelte Großstädte, deren Fortschritt sich als erdrückend und hässlich erwiesen hat. Man reist nicht nach Molise, um die großen Städte zu besuchen, sondern um die großartige Natur, die unberührten Strände und die archäologischen Ausgrabungen zu erleben.
Molise ist eine ungewöhnliche Region, die man gesehen haben sollte, bevor sie auf Gedeih und Verderb ans übrige Italien angeglichen wird!
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Die Landschaft von Molise
Molise besteht zu mehr als 40 % aus Gebirgsland. Fahren Sie mal ins Matese-Gebiet an der Grenze nach Kampanien; dort erhalten Sie einen starken Eindruck von der wilden Schönheit der Berge. Hier leben Adler, Wildschweine, Bären und Wölfe in den tiefen Wäldern, was aber die Einheimischen nicht davon abhält, in Scharen herzukommen – erst recht im Herbst, wenn es in den Bergen von guten essbaren Pilzen wimmelt.
Größere Städte in Molise: Campobasso und Termoli
Die Hauptstadt von Molise ist Campobasso, von wo aus Sie eine wunderbare Aussicht auf das Schloss Monforte haben.
In Molise, dicht an Apulien, liegt auch die kleine Fischer- und Badestadt Termoli, die für ihre schönen Sandstrände bekannt ist.
Touristenattraktionen in Molise
In Campobasso befindet sich das internationale Museum für Weihnachtskrippen im Miniaturformat.
In Termoli steht eine Burg aus dem 13. Jahrhundert, die sehr eindrucksvoll ist; das Gleiche gilt für den dortigen Dom, dessen romanische Architektur ein noch höheres Alter bezeugt.
In Saepinium sind wohlerhaltene Ruinen aus der Römerzeit zu besichtigen. Sie sind nicht so umfangreich wie in Pompeji, aber dafür lässt sich der Ort ohne die vielen Tausend Touristen erkunden, die im Sommer Pompeji besuchen.
Sport in Molise
Auch Molise zählt zu den guten italienischen Skigebieten. Außerdem kann man in der Region natürlich sehr gut wandern.
Kulinarische Spezialitäten in Molise
Die molisische Küche gilt als etwas rustikal, aber nichtsdestoweniger steht sie in dem Ansehen, wirklich recht gut zu sein. Sie ist von Fisch und Gemüse geprägt, während Lamm und Zicklein als beliebte Fleischarten in den heimischen Gerichten Verwendung finden.
In Molise wird gut gebacken; erhältlich ist eine breite Auswahl an Kuchen, Keksen o.Ä.
Molise ist nicht für guten Wein bekannt. Das beste Weingut der Region ist jedenfalls Masseria di Majo Norante.
Das Klima in Molise
Von Mai bis Oktober herrschen in der Region Molise angenehme Temperaturen, was in den Sommermonaten durchschnittlich 26 Grad bedeutet.
Einige der Fotos sind freundlicherweise vom Italienischen Fremdenverkehrsamt asugeliehen. Fotografen: Fototeca ENIT.