
Im Südosten Italiens bildet Apulien sozusagen den „Absatz” des italienischen Stiefels. Die Region gehört zu den exotischsten in ganz Italien und wurde im Lauf der Geschichte von vielen verschiedenen Volksstämmen beherrscht. Deshalb ist sie heute reich an Kulturdenkmälern, vielfältiger Architektur und faszinierenden Bauwerken. Überall in der Region sieht man grünende Olivenhaine mit bis zu 3000 Jahre alten Bäumen. Apulien deckt etwa 50 Prozent der italienischen Produktion an Olivenöl.
Dank der besonderen Lage Apuliens ist der Strand niemals weit entfernt, wenn Sie im klaren Wasser zwischen den Klippen schnorcheln oder sich auf einem wunderbaren Sandstrand ausruhen möchten.
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Die Landschaft Apuliens
Die Region verfügt über eine bezaubernde Landschaft mit einer Gebirgsgegend im Norden, die durch ihre üppige, vielfältige Natur beeindruckt. Am Übergang zu den Apenninen liegt das Naturgebiet Dauno mit sanften Hügeln, die stellenweise an die 1200 m hoch sind. Die Küstenstrecke variiert zwischen steilen Felsen und exotischen Sandstränden.
Größere Städte in Apulien: Bari, Lecce und Ostuni
Bari, die Hauptstadt der Region, liegt an der schönen Adria. Die Stadt ist reich an Denkmälern, darunter die Festung Castello Svevo und die Basilika San Nicola. Bari hat auch eine direkte Fährverbindung nach Igoumenitsa in Griechenland und anderen Häfen.
Lecce ist eine echte Perle für Architektur- und Geschichtsliebhaber. Die Architektur der Stadt steht weitgehend im Zeichen des Barock; man sollte daher u.a. den Dom und die Kirche Santa Croce gesehen haben. Die Stadt kann außerdem ein Amphitheater, ein römisches Theater und ein Kastell vorweisen und ist im Ganzen mit ihren verwunschenen kleinen Plätzen und gewundenen Gassen sehr einnehmend.
Ostuni, auch „die Weiße Stadt” genannt, liegt auf drei Anhöhen und ist mit ihrer besonderen Atmosphäre ein beeindruckendes Erlebnis. In Ostuni stehen einige interessante Denkmäler wie die Kirche San Francesco, die Kathedrale und die Chiesa delle Monacelle. Ein archäologisches Museum ist in der Stadt ebenfalls zu finden.
Touristenattraktionen in Apulien
In dem Städtchen Alberobello erwartet Sie ein einmaliges Erlebnis. Die Stadt ist von der „Trullo”-Bauweise geprägt, was zumeist auf runde, weiß gestrichene Bauten mit Kegeldächern aus Kalksteinplatten hinausläuft. Diese runden Häuser machen einen ganz seltsamen Eindruck. Jeden Donnerstag ist außerdem Markttag in der Stadt.
Echte Mittelalterstimmung kommt im Castel del Monte auf. Das gotisch inspirierte, achtseitige Schloss mit acht Türmen hat aufgrund seiner geheimnisvollen Aura und sagenumwobenen Geschichte schon viele Schriftsteller und Künstler angeregt.
Lassen Sie die Zeit eine Weile still stehen, indem Sie die schönen Tropfsteinhöhlen „Grotte di Castellana” besuchen, die über 2 km lang und durch prähistorische unterirdische Flüsse entstanden sind, die zauberhafte Formationen von Stalaktiten und Stalagmiten hinterlassen haben.
Sport in Apulien
Die lange Küstenlinie eignet sich für Wassersport unterschiedlichster Art, z.B. Schnorcheln zwischen den Klippen in kristallklarem Wasser, Segeln, Wasserski, Wind- und Kitesurfing.
Kulinarische Spezialitäten Apuliens
Die apulische Küche steht natürlich im Zeichen der langen Küstenstrecke. Auf der Speisekarte stehen daher Fisch, Schalentiere und Seeigel. Austern sind hier ebenfalls eine Delikatesse. Für ihre Austern ist die Gegend schon seit der Blütezeit des Römischen Reiches bekannt. Auch Aal kommt häufig auf den Teller, jedoch am populärsten in Form von Aalsuppe.
Das leckere Brot aus Apulien wird in ganz Italien verkauft. Bekannt sind auch die Wurstspezialitäten Capocollo di Martina Franca und Salsiccia di Lecce. Unter den Käsesorten lässt sich der Caciocavallo Podolico del Gargano hervorheben, der mit Kräuter- und Vanilleduft zu den besten zählt.
Zum Essen trinken Sie am besten ein oder zwei Glas Wein aus der heimischen, aber berühmten Rebsorte Primitivo.
Das Klima Apuliens
Das Wetter in der Region ist ganzjährig mild mit vielen Sonnenstunden und geringen Niederschlägen; im Sommer mit Tagestemperaturen von ca. 30 Grad.
Einige der Fotos sind freundlicherweise vom Italienischen Fremdenverkehrsamt asugeliehen. Fotografen: Fototeca ENIT.