
Südlich der Gorges du Tarn und westlich von Millau und Nant liegt in Südfrankreich der fantastische Nationalpark der Cevennen (Parc National des Cévennes), ein einzigartiges Schutzgebiet mit großen Gebirgsgegenden, unvergesslicher Landschaft, üppiger Natur und einer wechselvollen Geschichte.
Aus Felsen und Wasser ist hier eine urwüchsige Gebirgs- und Tälerlandschaft entstanden, die Wandervögeln auf allerlei selten berührten Pfaden die herrlichsten Ausflüge ermöglicht.
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Die Landschaft der Cevennen
Aus geologischer Sicht sind die Cevennen ein uraltes Gebirge. Noch vor 200 Millionen Jahren war die Landschaft jedoch vom Meer bedeckt, und das Meer hinterließ Kalksteinschichten, die stellenweise bis zu 1500 m dick sind. In diese Kalksteinhochebenen, die „Causses”, haben die Flüsse tiefe Schluchten eingegraben; so entstand die einzigartige Landschaft der Cevennen.
Egal wohin Sie Ihre Schritte wenden, die schöne, eigenwillige Gegend wird Sie bezaubern.
Flüsse, Felsen, Grotten, Wälder und Heide wechseln lebhaft mit kleinen, malerischen Cevennenhäusern, deren Schieferdächer über den hellgrauen Kalksteinmauern von orange Flechten überzogen sind. Hübsch verschlissen sind die Holztüren.
Größere Städte in den Cevennen: Florac
Florac ist der Hauptort des Nationalparks. Das Fremdenverkehrsbüro des Parks erteilt Auskunft über Wanderwege o.Ä.
Touristenattraktionen der Cevennen
In den Cevennen laden einige schöne und unvergessliche Höhlen zum Besuch ein. Da wäre z.B. die rosa Grotte „Dargilan” voll schimmernder Stalagmiten. In der Grotte „Aven Armand” führt eine Seilbahn knapp 200 m tief in die Höhlen hinab, und in der „Grotte des Demoiselles” fahren Sie mit einer Schwebebahn ins Erdinnere, um eventuell einer Mitternachtsmesse zwischen Stalaktiten und Stalagmiten beizuwohnen.
Auf dem Flusse Tarn, der durch Florac fließt, können Sie im offenen Boot ganz unten durch die Schluchten fahren und die Felsformationen zu beiden Seiten bewundern. Andere spannende Ausflüge sind die Tour zum berühmten Bambuswald bei Prafrance oder zum „Chaos de Montpellier-le-Vieux” mit bizarren Felsformationen, die durch Korrosion des Dolomitgesteins entstanden sind.
Um weit in die Ferne zu schauen, können Sie einen der höchsten Berge der Cevennen besteigen, den Mont Aigoual. Vom Aussichtspunkt am Gipfel aus können Sie einem leicht begehbaren Pfad folgen, der sich durch den prächtigen Buchenwald an der Nordseite hinabschlängelt.
Sport in den Cevennen
Ob man nun wandert, klettert, reitet, raftet, Kanu, Kajak oder Rad fährt, ein Ultralightflugzeug fliegt oder im Auto bleibt – die Landschaft der Cevennen ist stets eine Herausforderung und auch ein unvergessliches Erlebnis. Im Frühsommer erstrahlen die Wiesen mit Besenginster, Lilien und Orchideen. Im September leuchtet der Wald in den Farben des Herbstes.
Kulinarische Spezialitäten der Cevennen
Zu den regionalen Produkten der Cevennen zählen die milden Zwiebeln, der kleine Ziegenkäse Pélardon, Honig, Kastanien und Wein. Die urwüchsigsten Spezialitäten sind Kastaniensuppe und die pikanten Pélardon-Ziegenkäse sowie Apfeltorten.
Das Klima der Cevennen
Die Cevennen haben ein Mittelmeerklima, in den Bergen jedoch deutlich niedrigere Temperaturen. Um die Tagundnachtgleiche oft starke Regenfälle, im Sommer Trockenheit.
Im Sommer herrscht in den Bergen stets eine angenehme Temperatur von durchschnittlich etwa 8 Grad am Morgen und 20 Grad am Nachmittag. In den Tälern schwankt die Temperatur während des Sommers hingegen zwischen 13 und 25 Grad.
Einige der Fotos sind freundlicherweise vom Maison de la France asugeliehen. Fotografen: Franck Charel.